Unfallverhütung nicht nur für Senioren

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Unfallverhütung

Ein höhenverstellbares Bett, wachsfreie Fußböden, die kurze Telefonschnur, Haltegriffe in Duschen, Badewanne und Toilette, tragen zur Unfallverhütung bei.

Mit zunehmender Lebensweisheit nimmt vor allem bei den etwas reicher betagten Senioren oft die Vergesslichkeit zu und es kommt immer wieder zu Unfällen, die bei ausreichender Vorbeugung hätten vermieden werden können.

Schon am Morgen beim Aufstehen kann es zum Unglück kommen, wenn das Bett nicht die entsprechende Höhe hat. Der Senior quält sich aus dem Bett, weil er viel zu tief liegt, und es kommt dadurch zum Unfall. Ein höhenverstellbares Bett wäre hier angebracht. Bei einer kleinen Schnittverletzung jedoch können sich die Senioren selbst helfen, wenn ein Verbandskasten vorhanden ist. Ist der Unfall gefährlich und der Geschädigte auf Hilfe angewiesen, kann er sich mittels Hausnotruf sofort Hilfe herbeiholen. Der Hausnotruf ist ein kleiner leichter Sender, der um den Hals getragen wird. Dieser Sender verbindet den Träger per Knopfdruck sofort drahtlos mit dem Rettungsdienst.

Manchmal können Minuten, ja sogar Sekunden lebensrettend sein.

Ist ein Hausnotruf nicht vorhanden, so ist ein Telefon oder Handy mit großen Tasten von Vorteil. Bei Telefonen mit Schnur ist es gut, wenn diese recht kurz gehalten wird, dass der Senior nicht darüber stolpern kann.

Bei alten Wohnungen ist dafür Sorge zu tragen, dass die elektrischen Leitungen des Öfteren auf ihre Sicherheit geprüft werden. Zumal bei alten Fachwerkhäusern ein Brand sich noch leichter entfachen kann, als beispielsweise bei einer Neubauwohnung die aus Betonfertigteilen besteht, die nicht brennen. Die Fußböden sollten nicht eingewachst werden, weil dadurch erhöhte Rutschgefahr besteht.

Nicht zu vergessen wären die Haltegriffe, die in Duschen, Toiletten und Badewannen angebracht werden sollten. Aber auch rutschfeste Matten in der Badewanne und Duschkabine geben zusätzliche Sicherheit.

Nicht nur im Bad, auch in der Küche droht erhöhte Unfallgefahr, zum Beispiel bei einem Gasherd. Man stelle sich vor: Der Senior dreht gerade den Gashahn auf und will seinen Herd anzünden. Da läutet plötzlich die Türglocke oder das Telefon klingelt. Die Folgen können fatal sein, denn es kann dadurch zu Explosionen und Gasvergiftungen kommen, wenn er vergisst, den Hahn wieder zuzudrehen und das giftige hochexplosive Gas über einen längeren Zeitraum ungehindert ausströmt. Hier sollte man auch die Hinweise zum Brandschutz genau durchlesen.

Bei Gasherden und bei Elektroherden besteht besonders große Gefahr. Deshalb sollten Senioren Elektroherde mit selbstabschaltenden Sicherheitskochplatten und Gasherde mit Sicherheitsventilen verwenden. Wenn die Senioren sich aus der Wohnung in den Keller, Garten oder Hof begeben, sollten sie stets den Hausnotruf, oder wenigstens ein Handy bei sich tragen.

Wer nicht mehr sicher zu Fuß ist sollte sich auch überlegen eine Gehhilfe anzuschaffen. Ein Rollator kann sowohl in der Wohnung als auch bei kleinen Spaziergängen dabei helfen das Gleichgewicht zu halten. Zudem kann man Rücken-schonend seine Tasche oder andere Gegenstände mit sich führen. Für längere Strecken sorgt ein Elektromobil für die nötige Sicherheit und Mobilität. Natürlich können auch mit diesen Hilfsmitteln Unfälle geschehen, sie tragen jedoch deutlich zur Unfallverhütung bei.

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