So erkennen Senioren Trickbetrüger und wehren diese richtig ab! (Enkeltrick, falsche Bänker, Polizisten, Postboten, Handwerker, etc.)

Trickbetrüger

Senioren werden öfters als jede andere Altersgruppe Opfer von Trickbetrügern. Die Kriminellen werden dabei immer dreister und nutzen das Vertrauen älterer Menschen oft schamlos aus.

Warum suchen sich Kriminelle häufig Senioren als Opfer aus?

Senioren sind oft einsam und freuen sich, wenn man mit ihnen spricht. Trickbetrüger nutzen dies für sich und gewinnen mit höflichem und charmantem Auftreten das Vertrauen der Senioren. Außerdem können sich ältere Menschen oft aufgrund von Krankheiten nicht mehr energisch wehren und sind mit derart raffinierten Kriminellen überfordert.

Trickbetrüger Geldtasche

Bekannte Maschen von Trickbetrügern

Kriminelle ändern stets ihre Art Senioren über das Ohr zu hauen. Dennoch wiederholen sich gewisse Maschen ständig:

Der Enkeltrick

Dieser Trick ist der wohl beliebteste bei Trickbetrügern. Dabei rufen die Kriminellen bei älteren Menschen an, oder noch Dreistere kommen direkt zu ihnen nach Hause und geben sich als Enkel aus. Der angebliche Enkel benötigt dann natürlich Geld und verspricht es so schnell wie möglich zurückzuzahlen. Dabei sind die Täter äußerst kreativ, so wird das Geld für den Kauf einer Wohnung benötigt, oder der „arme“ Enkel benötigt das Geld für medizinische Behandlungskosten. Entweder fordern die angeblichen Enkel eine Überweisung oder sie lassen das Geld von „einem Freund“ abholen. Der Enkeltrick hat schon viele ältere Menschen um ihr hart erarbeitetes Erspartes gebracht.

enkel

Die Spurenverwischung

Bei diesem Trick brechen die Täter in Wohnungen ein und warten bis die Opfer die Polizei rufen. Kurz danach rufen sie mittels einem technischen Trick unter der Nummer der Polizei an und erzählen dem Opfer, dass der Einbrecher eine Krankheit hat und der Tatort darum zuerst desinfiziert werden muss. Dies soll natürlich das Opfer übernehmen. Ziel ist es, die hinterlassenen Spuren des Einbrechers zu verwischen. Wenn die Polizei dann am Tatort erscheint hat das nichtsahnende Opfer meist die ganzen Beweise vernichtet.

einbrecher

Der verdeckte Ermittler

Hier gibt sich der Kriminelle als Polizist aus, der verdeckt in der Hausbank der Senioren ermittelt. Bei den Ermittlungen habe sich herausgestellt, dass die Banker das Geld in die eigene Tasche stecken und das Geld der Anleger nicht mehr sicher ist. Es bestehe aber die Möglichkeit das Geld in Sicherheit zu bringen. Dafür müsse man nur das ganze Geld bar beheben und dem angeblichen Polizist übergeben. Dieser würde das Geld dann auf dem Polizeirevier sicher verwahren. Opfer erhielten hier oft sogar eine Quittung. Eine ähnliche Masche wird auch mit Aktien und Wertpapieren durgeführt.

Geld abheben am Bankomat

Die falsche Bank

Senioren die E-Mails oder Anrufe von der angeblichen Hausbank bekommen sollten sehr vorsichtig sein. Trickbetrüger fordern oft, dass der Kunde seine Zugangsdaten an die Bank senden soll oder am Telefon durchgeben soll. Dafür werden unterschiedliche Gründe angegeben. Auch Probeüberweisungen werden gefordert. Grundsätzlich gilt, eine seriöse Bank wird nie per Mail oder am Telefon das Passwort abfragen bzw. eine Überweisung fordern.

Der falsche Handwerker/Beamte/Gerichtsvollzieher/Postbote

Dieser Trick hat schlussendlich immer das selbe Ziel, sich Zutritt zur Wohnung zu verschaffen. Dabei geben sich die Täter als Handwerker, Beamte, Postboten usw. aus und erfinden einen Vorwand um die Wohnung zu betreten und das Opfer zu bestehlen.

Trickbetrug Eingangstür

Tricks und Tipps um Betrüger abzuwehren

Trotz dieser fiesen Tricks kann mit gewissen Maßnahmen das Risiko betrogen zu werden deutlich verringert werden:

  • Gesundes Misstrauen – Wenn sich jemand als Polizist oder sonst was ausgibt, empfiehlt es sich einen Ausweis zu verlangen bzw. bei der Firma eines angeblichen Handwerkers anzurufen.
  • Sicherheitskette – Damit mögliche Täter nicht einfach in die Wohnung spazieren können, ist eine Sicherheitskette an der Tür eine gute Idee.
  • Zuziehen einer Vertrauensperson – Wenn Sie sich bei einer Person nicht sicher sind, rufen Sie lieber eine Vertrauensperson an um deren Rat einzuholen. Diese Maßnahme schreckt Täter oft ab.
  • Polizei verständigen – Falls Ihnen eine Person auffällig erscheint, melden Sie diese der Polizei, damit künftig nicht weitere Menschen von dieser Person betrogen werden.
  • Energisches Auftreten – Wichtig ist, energisch und mit Selbstvertrauen aufzutreten. Ein klares und lautes „Nein“ kann oft schon einiges bewirken.

Wenn man diese Tipps beachtet und die bekanntesten Maschen der Trickbetrüger kennt, dann hat man gute Chancen nicht von Trickbetrügern reingelegt zu werden.

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