Rheuma – Behandlung und Ursachen

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Wer von einer Rheumabehandlung spricht, sollte sich auch darüber im Klaren sein, dass es vier Arten dieser Krankheit gibt und dass man nicht jede Art der Erkrankung mit der gleichen Behandlungsmethode lindern oder gar beseitigen kann. Da die Erkrankungen unterschiedliche Ursachen haben, bedürfen sie auch unterschiedlicher Behandlungen.

Eine Art von Rheuma ist das Entzündungsrheuma, welches entstehen  kann, wenn mehrere Gelenke entzündet sind. Die betroffenen Gelenke bereiten immer wieder Schmerzen. Dabei verformen sich die Gelenke mit der Zeit und können schließlich über kurz oder lang vollkommen unbeweglich werden. Bei diesen Defekten in Gelenken spricht man dann von sogenannter Gelenksteifheit. Diese Rheumaart tritt auch nach Infektionskrankheiten auf und kann als Spätfolge zum rheumatischen Fieber führen.

Dieses mit starken Schmerzen verbundene entzündliche Rheuma kann  mit verschiedenen Methoden behandelt werden. Zum einen physikalisch durch die Heilgymnastik, zum anderen durch Elektrotherapie und  Bewegungstherapie. Diese kann auch gezielt im Zusammenwirken mit Medikamenten erfolgen, um damit die Wirkung zu erhöhen.

Eine andere Formation von Rheuma ist das Verschleißrheuma, bei dem die schützende Gleitschicht des Knorpels abgebaut wird. Bei dieser Art Rheuma sind die Folge Schmerzen und Bewegungsstörungen. Es entsteht durch ständige Überbelastung, unbehandelte Meniskusverletzungen, schlecht verheilte Knochenbrüche, Leistungssport und auch Übergewicht ist eine häufige Ursache für diese Rheuma-Erkrankung. Auch dieses Leiden lässt sich physikalisch und durch regelmäßig angemessene Bewegungen behandeln, damit der Knorpel wieder seine notwendigen Nährstoffe bekommt. Nordic-Walking ist hier zum Beispiel eine schonende alternative zum normalen Joggen.

Weichteilrheumatismus ist ein Sammelbegriff für Veränderungen in den weichen Teilen des Bewegungsapparates, dem Bindegewebe. Die Behandlung erfolgt ebenfalls durch die physikalische Therapie, Heilgymnastik, Massagen, Wärmebehandlung und Medikamente.

Eine weitere Art des Rheumatismus ist die Gicht. Bei Gicht handelt es sich um ein Krankheitsbild, bei dem sich durch erhöhte Harnsäurewerte in den Gelenken Harnsäurekristalle abgelagert haben, die zu starken Schmerzen führen. Der Gichtanfall ist meistens an der großen Zehe oder im Knie. Beim akuten Gichtanfall kann man den Betroffenen gut mit kalten Umschlägen oder Eispackungen Linderung verschaffen.

Gleich, welcher Art eine Rheumaerkrankung ist, Bewegung und aktives Teilnehmen am Leben kann den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Aktive Senioren leiden bedeutend seltener unter den gefürchteten Rheumaerkrankungen. Sie beugen durch ausreichende Bewegung vor. Wenn die Krankheit jedoch bereits eingetreten ist, sollte man einen Arzt konsultieren und sich nicht still in sein Leiden ergeben. Dieses führt auf Dauer eventuell zu sozialer Isolation und erschwert zudem das Leiden.

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