Nach Schlaganfall und bei Demenz: Musik hilft!

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Wenn man musiziert, bleibt man länger gesund! Bild: Flickr, Brandon Giesbrecht

Das Musik entspannen und motivieren sein kann ist allseits bekannt. Sie packt Körper und Seele und macht Menschen aller Altersgruppen glücklich. Nun hat man herausgefunden, dass man Musik als Therapie nach Schlaganfällen einsetzen kann. Auch gegen bzw. vorbeugend gegen Demenz kann Musik wirken. Die Ausdauer und die Wachheit werden gefördert und auch das Gehirn wird beim Hören bzw. Machen von Musik stimuliert.

Nach Schlaganfall: Konzentration und Kraft trainieren

Beim Hören von Musik wird nicht nur das Hörzentrum in Anspruch genommen, auch das visuelle Zentrum wird aktiv. Es wird also nicht nur ein Netzwerk im Gehirn aktiv, sondern gleich mehrere. Nach einem Schlaganfall können Patienten durch Musikterapie unter anderem Konzentration, Belastbarkeit und Kraft fördern. Auch das Musizieren wirkt sich positiv auf Ausdauer und Wachheit von Schlaganfallpatienten aus.

Musik weckt Erinnerungen

In einer Studie konnte herausgefunden werden, dass das Gedächtnis, die Sprachfertigkeit und auch die Aufmerksamkeit verbessert werden wenn Schlaganfallpatienten zur Rehabilitierung täglich eine Stunde Musik hören. Am besten wählt man seine Lieblingsmusik. Allerdings muss bei dieser Art der Musiktherapie darauf geachtet werden, dass sich der Patient nicht nur berieseln lässt, sondern sich aktiv mit der Musik auseinandersetzt. Das kann man beispielsweise erreichen, wenn man sich nach der Stunde mit dem Schlaganfallpatient über die Musik unterhält. Bei Demenzkranken können Musikstücke Erinnerungen wecken. Dies liegt auch daran, dass bis zum 30. Lebensjahr viele Musikstücke ins emotionale Gedächtnis eindringen und dort verwurzelt sind.

Musikinstrument spielen und Demenz vorbeugen. Bild: Wikimedia, Davidjohnberlin
Instrument erlernen beugt vor.
Bild: Wikimedia, Davidjohnberlin

Musik senkt den Blutdruck

Durch ihre Krankheit sind Demenzkranke oftmals gestresst oder haben Angst. Musik kann helfen diese Angst zu lindern und zu beruhigen. Automatisch wird folglich der Blutdruck gesenkt. Als Demenzprävention kann Senioren empfohlen werden, regelmäßig ein Musikinstrument zu spielen oder sogar ein neues Instrument zu erlernen. Dies fordert das Hirn und aktiviert es. Durch diese erhöhte Leistung kann eine Demenzerkrankung hinausgezögert werden bzw. abgeschwächt werden.

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