Demenz-Kranke Senioren – Für Angehörige ein schweres Los

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Gerade die Angehörigen demenzkranker Senioren führen ein schweres Leben. Oftmals verhalten sich demenzkranke Menschen sehr aggressiv auch gegen Ihre Angehörigen. Dies findet zum Teil durch körperliche Gewalt statt aber auch durch verbale Attacken. In diesen Momenten fühlen sich die Angehörigen unter anderem auch demenzkranker Senioren oftmals hilflos. Wichtig ist in diesen Situationen besondere Ruhe zu bewahren und das Verhalten des an Demenz erkrankten nicht auf sich selbst zu beziehen. Der Angehörige sollte beruhigend auf den erkrankten einwirken und eine Aktivität anstreben die dem an Demenz erkrankten besonders gefällt. Allerdings sollte niemals die Kraft des erkrankten unterschätzt werden und auf Sicherheit geachtet werden. Hierzu empfiehlt es sich die Person nicht in die Enge zu treiben und nicht durch Auslachen oder Provokation, weiter zu reizen.

Bei an Demenz erkrankten Senioren kommt es oftmals zu Halluzinationen oder Wahnvorstellungen. Das bedeutet, diese Personen empfinden Gerüche, Geräusche oder sehen Sachen, die gar nicht vorhanden sind. Diese Sinnestäuschungen können Angst und Aggressionen auslösen. Auch hier gilt es wieder Ruhe zu bewahren und den an Demenz erkrankten ebenso zu beruhigen. Hier können, wenn es der Erkrankte zulässt, sanfte Gesten oder Umarmungen dazu Beitragen die Person zu beruhigen. Auf keinen Fall sollte man versuchten die betreffende Person davon zu überzeugen, dass die wahrgenommen Dinge nicht der Realität entsprechen. Dieses würde ansonsten eventuell dazu führen, dass die betreffende Person mit gesteigerter Aggression gegen den Angehörigen vorgeht.

Sehr viele an Demenz erkrankte Senioren leiden zudem unter nächtlichem Herumlaufen und den damit verbundenen Schlafstörungen. Die hiervon betroffenen Senioren können dann zum Teil nicht mehr zwischen Tag und Nacht unterscheiden. So kann es durch das nächtliche Herumirren zu schweren Unfällen und Stürzen kommen, die erhebliche Verletzungen nach sich ziehen können. Angehörige demenzkranker Senioren leiden in ebenso großem Maße unter diesen Schlafstörungen. Durch das Schlafdefizit das Sie selbst erleiden kann die nächtliche Unruhe zu großer körperlicher und seelischer Belastung für die Pflegenden werden.
In diesen Fällen ist es wichtig, den an Demenz erkrankten Familienangehörigen, über Tag ausreichend zu beschäftigen. Wichtig ist, dass der erkrankte sich in seinem Bett besonders wohlfühlt. Um Unfällen und Stürzen vorzubeugen, sollte man die Türen verschließen. Ein weiteres Hilfsmittel ist der Einbau von Sicherheitsgittern an Treppen oder sonstigen gefährlichen Stellen. Besonders wichtig ist es, die Tür zur Küche zur verschließen, da diese einer der gefährlichsten Räume für den an Demenz erkrankten Senior ist. Bei den nächtlichen Schafstörungen empfiehlt es sich einen Arzt aufzusuchen, der durch eine geänderte Medikamentation in einigen Fällen für Abhilfe sorgen kann. Auch Ruhelosigkeit, Niedergeschlagenheit und Depression können als Begleiter der Demenz auftreten.

In allen Fällen ist es immer empfehlenswert eng mit den Ärzten zusammenzuarbeiten. Gerade Angehörige an Demenz erkrankter Familienmitglieder finden oft Hilfe und seelischen Beistand in Selbsthilfegruppen und verschiedenen Foren.

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